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für Autoren

die Distanz zum eigenen Werk

Neben unserer Tätigkeit als Verlag, möchten wir unsere Dienste auch jenen anbieten, die nicht auf die Gunst unseres Lektors oder Programmplans angewiesen sein wollen.
Die folgenden Informationen richten sich also nicht an Autoren, die sich bei uns regulär bewerben möchten, sondern an alle, die selbstständig und aus eigener Initiative ihre Werke ganz oder auszugsweise in hörbarer Form erleben, teilen oder auch vertreiben wollen.

Angehende Autoren, die auf der Suche nach Motivation einen frischen Blick auf das eigene Werk brauchen…

Hobbyschriftsteller, die neben ihren sonstigen Lebensaufgaben doch immer wieder Zeit finden, sich literarisch zu betätigen…

 Sie alle machen oft die Erfahrung, dass sich viele ihrer Texte in Schubladen und auf Festplatten ansammeln, ohne je wirklich gelesen zu werden.

Das liegt zwar zum einen an der naturgemäßen Scheu der meisten Menschen, die Ernte ihres Geistes in die schnelle, laute und oft unachtsame Welt zu streuen – zum anderen aber fehlt es oftmals einfach an dem zündenden Funken, der die Aufmerksam Anderer entfacht.

Meist sind es falsche Momente oder das Versinken der Texte in einer Flut von Geschriebenem, dem selbst aufmerksame Leser heute ausgesetzt sind.

 Unsere Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es einen entscheidenden Unterschied macht, ob man einen Text in die Hand gedrückt bzw. zugemailt bekommt – oder ob man ihn sich in anspruchsvoller Form vortragen lässt.

Stimme ist leitende Präsenz.

Stimme ist sanfte Autorität.

Stimme fordert Aufmerksamkeit und schenkt dafür ein sinnliches Erleben.

 Wichtiger noch als die bloße Vermittlung eines Textes an den „Leser“, ist jedoch das Erlebnis, das die dramatische Interpretation eines Textes dem Autor selbst gibt.

 Kein Autor, dessen Werke ich in den letzten Jahren vortragen durfte, hat beim Anhören nicht dieses versonnene und langsam breiter werdende Lächeln gezeigt.

Ein Lächeln, das mich nicht etwa deshalb glücklich macht, weil es meiner Interpretation gilt – sondern weil es das Lächeln eines Menschen ist, der eine Ahnung bestätigt und neue Wege vor sich auftauchen sieht.

 Sein eigener Text ist für ihn plötzlich nicht mehr etwas Abstraktes, sondern etwas Konkretes.

Die Geschichte nimmt jetzt einen zeitlichen und klanglichen Raum ein.

Das Gedicht gewinnt auf einmal selbstbewusste Form.

Der Sachtext entfaltet endlich seine überzeugende Kraft.

Der Verfasser selbst kann ihr plötzlich folgen, als wäre er ein Fremder.

Das ist eine der wertvollsten Erfahrungen, die ein Autor überhaupt machen kann.

 Und all dies (Das festzustellen ist mir wichtig!) macht solch eine Lesung keineswegs zu einem Schlusspunkt der kreativen Arbeit.

Im Gegenteil!

Die hörbare Interpretation ist nur eine von vielen möglichen.

Sie zeigt dem Verfasser Schwächen und Stärken auf, die er nun abfeilen oder betonen, variieren und aufklären kann.

 Das – und vor allem das – ist der Wert eines Hörbuchtextes!